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Cluster Mikromobilität
Ziel und Anliegen

Ziel und Anliegen

Entwicklungslinien

1. Nachhaltige, resiliente Produktion

Zur Herstellung der Fahrzeuge im Bereich der Mikromobilität entwickelt das Cluster Lösungen für eine nachhaltige und effiziente Produktion. Das Leistungsangebot reicht hierbei von der Optimierung einzelner Bauteilfertigungen bis hin zu ganzheitlichen Produktionskonzepten für unterschiedlichste Modellreihen und MikroE-Konzepte.

Hierbei wird das ganze Spektrum von Fahrzeugkomponenten erfasst – von Elektroantriebsmotoren mit hohen Füllfaktoren, über leistungsfähige Powertrainkomponenten bis hin zu Multimaterial-Leichtbau-Strukturen aus hochfesten Halbzeugwerkstoffen (Hybriden).

Durch die interdisziplinäre Ausrichtung ist es möglich, den aktuellen Normen entsprechende Bauteil- und Produktionslösungen zu entwickeln und gleichzeitig alle Anforderungen in Bezug auf Leichtbau, Design und Wirtschaftlichkeit zu erfüllen. Das Cluster ist Partner von Fahrzeugbauern, Zulieferern, Dienstleistern und Forschungseinrichtungen. Das Portfolio reicht dabei von:

    Technologie-orientiert
  • Produktionsgestaltung und Fertigungskonzepte
  • Fügetechnologien
  • Montagetechnologien
  • Produktionsüberwachung und Bauteilprüfung
  • Umformtechnologien
  • Werkstoffe und Werkstoffprüfung
  • Zerspanungstechnologien
    Bauteil-orientiert
  • Fertigungsgerechte Bauteilentwicklung
  • Elektromotor
  • Powertrain
  • Sicherheitssysteme
  • Steuerung/Energiemanagement
  • Strukturbauteile
  • Verbindungselemente

Weitere Informationen und ein visionäres Beispiel:
Das Leichtbaufahrzeug KULAN

Additive Fertigung (Quelle: Fraunhofer IWU)

Bauteilentwicklung (Quelle: Fraunhofer IWU)

Montagetechnologien (Quelle: Fraunhofer IWU)

Zerspanungstechnologien (Quelle: Fraunhofer IWU)

2. Sichere Interaktion im (autonomen) Verkehr

Eine sichere Kommunikation im Straßenverkehr ist essentiell und lebensnotwendig. Bereits in nicht allzu ferner Zukunft, wenn im regulären Straßenverkehr autonom agierende Fahrzeuge hinzukommen, wird dies noch viel wichtiger werden. Der dann absehbare freie Mix zwischen gänzlich autonomen, teilautonomen und durch den Menschen gesteuerten Fahrzeugen erfordert es, etablierte Kommunikationsschemata neu zu denken und neue Interaktionstechnologien zu entwickeln. Neben Fahrzeugen und Fußgängern spielen hier auch Fahrräder und andere Mikromobile eine entscheidende Rolle. Vor allem für das von verschiedenen Gruppen getriebene Ziel, in Innenstädten und Ballungsräumen, eine Verkehrswende umzusetzen – deutliche Verringerung des automobilen Verkehrs in den Zentren – haben die Mikromobile eine Schlüsselrolle inne. Durch die damit zu erwartende enorme Anzahl an individuell betriebenen Kleinstfahrzeugen ergeben sich, neben vielen positiven Effekten, auch neue Herausforderungen. Hier ist es wesentlich, die Verkehrswende mit innovativen Lösungen, im Bereich der Kommunikation / Interaktion, wie beispielsweise Vernetzung aber auch akustische Unterstützung, aktiv zu begleiten. Daher sollen im Projekt bereits jetzt Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen entwickelt werden.

Weitere Informationen und Grundlagenbeispiel:
https://www.tu-chemnitz.de/hybrid-societies/

Hybrid Societies (Quelle: TU Chemnitz)

Zusammenleben (Quelle: TU Chemnitz)

autonomes Fahren (Quelle: TU Chemnitz)

3. Prüfung und Zertifizierung für sichere Produkte

Eine Vielzahl der Produkte der Mikromobilität werden durch kleine und mittelständische Unternehmen hergestellt. Dabei entstehen oft Fahrzeuge, welche vor allem in den Klassen L1e, L2e, L5e und L6e angesiedelt sind. Parallel dazu können einige Fahrzeuge in die Kategorie eKfV eingeordnet werden. In Bezug auf die Fahrzeugauslegung müssen die Fahrzeuge so konzipiert sein, dass diese der europäischen Maschinenrichtlinie entsprechen und somit einer Dauerbelastung im mechanischen sowie elektrischen Bereich standhalten.

Innerhalb des Clusters soll eine Plattform geschaffen werden, welche die Netzwerkpartner an die Hand nimmt, Prüfungen an ihren Entwicklungen durchzuführen bzw. die Grundlagen für eine belastungsgerechte Konstruktion zu erhalten. Es werden die notwendigen Zulassungsvorausetzungen vermittelt und die einzelnen Klassen und deren Unterschiede aufgezeigt. Durch die Nutzung von Prüfständen können entwickelte Produkte getestet werden.

Lastenprüfstand für Fahrzeuge der Mikromobilität (Quelle: ICM e.V.)

4. Schulung und Weiterbildung

Die anstehende Transformation der Fahrzeugindustrie erfordert gleichzeitig eine berufliche Weiterqualifizierung der in dieser Branche beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Vernetzung innerhalb des Clusters sollen daher branchenspezifische Qualifizierungs- und Weiterbildungsinitiativen kooperativ organisiert werden. Zudem wollen wir gemeinsam nutzbare Versuchs- und Demonstrationsanlagen entwickeln und aufbauen. Damit sollen komplexe Zusammenhänge in Logistik, Produktion, Komponenten, Fahrzeugen und Mobilität für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar werden.

(Quelle: Fraunhofer IWU)

5. Neue Mobilitätskonzepte und Geschäftsmodelle

Die Mikromobilität ist geprägt von einer Vielzahl von Neuentwicklungen. Bedarfe werden schnell erkannt und neue Formen von Fahrzeugen zur Deckung der Bedürfnisse entwickelt. Dabei spielt nicht nur der reine Nutzen eine Rolle, sondern auch die Individualität und ein Alleinstellungsmerkmal. Diese Fahrzeuge werden oft kundengruppenspezifisch entwickelt und in kleinen bis mittleren Stückzahlen hergestellt. Das Cluster soll hierbei helfen neue Konzepte zu entwickeln. Durch Erfahrungen in der Konzipierung neuer Fahrzeuge werden die Partner bei der Entwicklung unterstützt, sei es in der mechanischen Konstruktion, in der elektrischen Auslegung oder im Finden notwendiger Zulieferkomponenten.

Weitere Informationen und umgesetzte Beispiele:
http://www.innvelo.de/
http://www.cargo-xs.de/cargoxs
https://www.agrarheute.com/

(Quelle: ICM e.V.)

Innvelo Three – Neues Fahrzeugkonzept der Mikromobilität (Quelle: ICM e.V.)